Auf dem Campingplatz Überland Vlotho war die Zufahrt bislang nicht kontrolliert. Dadurch gelangten immer wieder betriebsfremde Fahrzeuge und Personen auf das Gelände. Die neue Lösung sollte diesen offenen Zugang beenden, ohne Gästen und Dauercampern bei jeder Ein- und Ausfahrt zusätzliche Arbeit zu machen. Gesucht war deshalb eine automatisierte Zufahrtskontrolle, die berechtigte Fahrzeuge selbstständig erkennt und dem Team gleichzeitig einen vollständigen Überblick über alle Zufahrten gibt.
CampConcept übernahm die Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Anlage. Im Hauptbereich installierten wir eine Schranke für die Einfahrt und eine weitere für die Ausfahrt. Der getrennte Dauercamperbereich erhielt eine gemeinsame Schranke für beide Fahrtrichtungen. Zwei Kameras erfassen dort die Kennzeichen getrennt bei der Ein- und Ausfahrt. Über CTOOLS verbinden wir die ANPR-Kennzeichenerkennung mit dem Platzverwaltungssystem EasyCamp. Das in EasyCamp hinterlegte Kennzeichen wird automatisch abgerufen und mit der Erkennung an der Schranke abgeglichen. Erkennt die Kamera beispielsweise eine 0, während im PMS an derselben Stelle ein O gespeichert ist, kann das System das ansonsten übereinstimmende Kennzeichen trotzdem akzeptieren. Dasselbe gilt für ähnlich aussehende Zeichen wie 1 und I.
Wird ein berechtigtes Kennzeichen erkannt, öffnet sich die jeweilige Schranke automatisch. Ist keine gültige Berechtigung vorhanden, bleibt sie geschlossen. Da sich die Hauptzufahrt im Sichtbereich der Rezeption befindet, kann das Team die Situation direkt prüfen. Zusätzlich steht an jeder Schranke eine Säule mit einem RFID-Transponderleser auf Höhe der Fahrzeugtür. Damit können Gäste und Dauercamper die Zufahrt auch dann öffnen, wenn ein Kennzeichen nicht zuverlässig erkannt wird oder das Fahrzeug vorne kein Kennzeichen trägt, wie es beispielsweise bei Quads vorkommt.
Über CTOOLS kann das Team die Livebilder der Kameras, die Belegung der Induktionsschleifen und Lichtschranken sowie den Zustand aller drei Schranken zentral aufrufen. Jede Anlage lässt sich unabhängig von Kennzeichenerkennung, RFID-Leser und lokalem Schlüsselschalter einmalig öffnen, dauerhaft offenhalten oder schließen. Hinter einer Glasscheibe befindet sich außerdem ein Not-Auf-Taster. Wird die Scheibe eingeschlagen, öffnet die Schranke, vor Ort ertönt eine Sirene und CTOOLS zeigt über die Netzwerkverbindung eine Alarmmeldung an. Die Videoaufzeichnung unterstützt zusätzlich bei der Klärung von Unfällen oder Beschädigungen im Zufahrtsbereich.
Für die zuverlässige Fahrzeugerkennung schnitten wir die Induktionsschleifen direkt in die Fahrbahn ein und vergossen sie anschließend. Aufschlagerkennung, Lichtschranken und kraftmessende Schrankenantriebe sichern die Bewegungsbereiche ab. Die Schrankenbäume erhielten außerdem einen Unterkriechschutz. Da in diesem Bereich zunächst weder Netzwerkkabel noch WLAN verfügbar waren, banden wir die Anlage über Mobilfunk an. Nach dem weiteren Ausbau des Platznetzes kann die Verbindung auf Glasfaser umgestellt werden.
Heute werden hinterlegte Fahrzeuge automatisch erkannt, während unbekannte Fahrzeuge vor der Schranke bleiben. Das Team kann alle drei Anlagen zentral überwachen, Ereignisse nachvollziehen und die Schranken bei Bedarf aus der Ferne bedienen. Durch die Kombination aus Kennzeichenerkennung, RFID-Zugang und zentraler Steuerung bleibt die Zufahrt auch bei Sonderfällen nutzbar, ohne die kontrollierte Zugangsregelung aufzugeben.
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Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!