Strom

Strom und Netzwerk am Seecamping Kölbl

Am Seecamping Kölbl in Ossiach in Ossiach waren Stromversorgung und WLAN an einem Punkt angekommen, an dem einzelne Reparaturen nicht mehr ausreichten. Der Strom wurde pauschal abgerechnet, die älteren Verteiler waren noch mit Schuko-Steckdosen und gemeinsamen FI-Schutzschaltern ausgestattet. Löste ein Gast einen solchen FI-Schutzschalter aus, verloren gleich mehrere Stellplätze ihre Stromversorgung.

Auch das Gäste-WLAN stieß regelmäßig an seine Grenzen. Die Access Points waren über 5-GHz-Richtfunk angebunden und an Standorten montiert, die den Platz nicht gleichmäßig versorgten. Besonders bei hoher Auslastung wurde die Verbindung deutlich langsamer und die Beschwerden der Gäste nahmen zu. Von Herbst 2025 bis Frühjahr 2026 erneuerten wir deshalb gemeinsam mit Elektro Zaiser aus Landskron die Strom- und Netzwerkinfrastruktur auf dem gesamten Campingplatz.

 

Verbrauchsgenaue Stromabrechnung statt Pauschale

 

Eine Strompauschale ist im täglichen Betrieb zunächst einfach, weil bei der An- und Abreise keine Zählerstände erfasst werden müssen. Sie berücksichtigt jedoch nicht, wie viel Energie ein einzelner Gast tatsächlich verbraucht. Ein sparsamer Aufenthalt wird genauso abgerechnet wie ein deutlich höherer Verbrauch. Steigende Stromkosten und stark unterschiedliche Verbräuche lassen sich dadurch weder transparent zuordnen noch verursachungsgerecht weiterberechnen.

Für die Umstellung auf eine verbrauchsgenaue Abrechnung benötigte der Campingplatz digitale Stromzähler, eine zuverlässige BUS-Verkabelung und eine direkte Verbindung zum Platzverwaltungssystem EasyCamp. Beim Check-in fragt das System den aktuellen Zählerstand des gebuchten Stellplatzes ab. Bei der Abreise wird der Zähler erneut ausgelesen und ausschließlich die tatsächlich verbrauchte Energie berechnet. Dauercamper können ihren aktuellen Verbrauch über den Quick-Check selbst verfolgen und ihre Steckdose während längerer Abwesenheiten ein- oder ausschalten.

CampConcept unterstützte Elektro Zaiser außerdem bei der Dimensionierung des Platznetzes. Die erforderliche Anschlussleistung lässt sich auf einem Campingplatz nicht allein aus der Summe aller Steckdosen bestimmen. Entscheidend ist, wie viele Anschlüsse unter realistischen Bedingungen gleichzeitig belastet werden. Auf dieser Grundlage fertigte Elektro Zaiser die neuen Verteiler, stellte sie auf und schloss die Verteiler sowie die Versorgungssäulen an.

Wir lieferten 54 passive Versorgungssäulen und bereiteten die Fernauslesung für 183 digitale Stromzähler vor. Nach Abschluss der BUS-Verkabelung prüften wir die Kommunikation, ordneten jeden Zähler dem richtigen Stellplatz zu und nahmen die gesamte Stromfernauslesung einschließlich der Schnittstelle zu EasyCamp in Betrieb.

 

Glasfaser statt überlasteter Richtfunkverbindungen

 

Für eine dauerhaft stabile WLAN-Versorgung reichte es nicht aus, lediglich zusätzliche Access Points zu montieren. Zunächst musste eine leistungsfähige Verbindung zu den einzelnen WLAN-Standorten geschaffen werden. Parallel zur neuen Stromversorgung entstand deshalb ein platzinternes Glasfasernetz mit einer Übertragungsleistung von 10 Gbit/s.

In den neuen Stromverteilern sah Elektro Zaiser eigene Montageflächen für die dezentralen Netzwerk-Switches vor. CampConcept lieferte die zentrale und dezentrale Netzwerktechnik, rund 2.700 Meter Speedpipe sowie das vollständige LWL-System. Zu den Verteilern an den neuen WLAN-Masten bliesen wir insgesamt rund 2.550 Meter LWL-Mikrokabel ein, spleißten die Fasern und nahmen sämtliche Verbindungen in Betrieb.

Auch die Standorte der Access Points wurden neu geplant. Die bisherige Verteilung hatte einzelne Bereiche ungleichmäßig versorgt und war bei hoher Gästezahl an ihre Leistungsgrenzen gestoßen. Durch die neuen Positionen und die direkte Glasfaseranbindung steht die verfügbare Bandbreite nun dort bereit, wo sie tatsächlich benötigt wird.

Verteiler, die aktuell noch keinen aktiven Netzwerkanschluss benötigen, erhielten bereits eine Speedpipe. Bei späteren Erweiterungen kann dort Glasfaser eingeblasen werden, ohne den Campingplatz erneut großflächig öffnen zu müssen. Zusätzlich erneuerten wir die Netzwerktechnik in der Rezeption und integrierten sie in das zentral verwaltete System.

 

Eine gemeinsame Infrastruktur für Strom und Netzwerk

 

Die Arbeiten wurden termingerecht vor Beginn der Saison abgeschlossen. Heute greifen Stromversorgung, Fernauslesung, Glasfasernetz und Gäste-WLAN als zusammenhängende Infrastruktur ineinander. Der Campingplatz kann den Stromverbrauch von 183 Anschlüssen automatisch und verursachungsgerecht abrechnen. Gleichzeitig sorgt das neu geplante Glasfasernetz dafür, dass das Gäste-WLAN auch bei hoher Auslastung stabiler und mit ausreichend Bandbreite arbeitet.

Durch die bereits verlegten Speedpipes ist die Infrastruktur außerdem auf spätere Erweiterungen vorbereitet. Neue Netzwerkstandorte können ergänzt werden, ohne erneut umfangreiche Tiefbauarbeiten auf dem Platz auszuführen. CampConcept betreut die Stromfernauslesung und das Netzwerk auch nach der Inbetriebnahme im laufenden Betrieb weiter.

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